Hausumbau im Alter

Für Clara R. War eines schon immer klar: So lange sie auch in hohem Alter noch körperlich und geistig fit sei, würde sie ihr Geburtshaus nicht verlassen. Der Gedanke, einmal in ein Seniorenheim ziehen zu müssen, bereitete ihr und ihrem Mann Werner großes Kopfzerbrechen. Sie sei ihrer Familie sehr dankbar für den Rückhalt, erzählt sie in unserem Gespräch.

„Ich habe einmal mit meiner Tochter beim Kaffee gesessen und ihr davon erzählt, welche große Angst ich vor dem Seniorenheim habe. Angst, dort zu versauern. Meine Tochter Anna war einerseits erstaunt und andererseits erschüttert, denn sie hatte nicht damit gerechnet, dass ich das Thema anschneiden würde. Das tat ich aber, denn es ließ mir keine Ruhe. Anna verstand meine und Werner's Sorge und wir überlegten, ob wir nicht unser Haus umgestalten könnten, sodass es sich auch in späteren Jahren nicht als Hindernis erweisen würde, dort zu leben.

Anna kam schließlich auf die Idee mit dem Treppenlift. Ich war anfangs skeptisch, dann zeigte sie mir jedoch einige Videos davon im Internet und allmählich sagte mir die Idee zu. Auch Werner, der bereits Probleme mit dem Gehen hat und nicht mehr lange stehen kann, war von der Idee sichtlich angetan. Wir sprachen mit einem Experten, der uns über die Kosten und Bedingungen des Einbaus informierte. Anna habe ich angeboten, mit ihrer Familie bei uns einzuziehen, unser Haus hat schließlich drei Etagen, was sollen Werner und ich mit so viel Platz?

Gesagt, getan. Mittlerweile ist hier wieder richtig Leben im Haus. Anna, ihr Mann Robert und meine Enkel Max und Sofie haben sich wunderbar eingelebt – schließlich kennt jeder das Haus, da war dies nicht schwer. Die Kinder lieben den großen Garten, den wir umgestaltet haben. Anna hat neue Rattanmöbel für die Terrasse gekauft und auch das große Wohnzimmer ist neu gestrichen worden, statt der Treppe haben wir nun eine kleine Rampe und auch das Esszimmer hat neue Rattan Möbel bekommen.

Anna und ihre Familie wohnen direkt über uns, wir haben einen separaten Eingang gebaut. Auf diese Weise ist immer jemand, da, der mir oder Werner zur Hand gehen kann, und trotzdem hat jede Familie ihren eigenen Bereich. Herrlich ist das, alle unter einem Dach! Dank meiner Familie und meinem neuen Treppenlift sowie ein paar weiterer Umgestaltungslösungen wie der Rampe, ist das Seniorenheim nun wirklich ausgeschlossen!“.